Sabrina's DM-Blog

2. DM-Lauf in Dahlen

Der nächste Lauf fand in der Nähe von Leipzig statt. Freitagabend haben wir uns nach der Arbeit auf die Reise gemacht um bereits am Samstag früh die 3 verschiedenen Prüfungen abgehen zu können, da dies einige Stunden Zeit in Anspruch nimmt. Der erste Test war eine Cross-Strecke mit angrenzenden Waldstücken und Singletrails. Der Zweite ein Steinbruch mit extremen Hindernissen incl. Ab- und Auffahrten und der Dritte ein Acker mit einem schnell gesteckten Kurs. Nach einer kurzen Diskussion mit dem Fahrtleiter und einem DMSB Beauftragten vor Ort durften die Damen den Steinbruch dann auch gezeitet fahren, was im Vorfeld so nicht geplant war.

Die Männer der DEM und Junioren mussten schon am Samstagabend einen Prolog auf dem Gelände einer Holzfirma mit ca. 2 Minuten Prüfungszeit absolvieren. Das Ganze wurde von den Organisatoren mit viel Mühe aufgebaut, jedoch ging es mehr darum ohne Sturz durchzukommen um den folgenden Tag nicht zu riskieren. Denn alles spielte sich hier auf Asphalt und Baumstämmen ab.

Am Sonntag um 9:50 Uhr sollte dann auch für mich der Wettbewerb losgehen. Auf der Verbindungsetappe vom Start ins Gelände galt es erst einmal die Hände warm zu bekommen, denn bei Temperaturen um 2 Grad hatten die noch nicht so recht Lust mitzumachen. Die Schlammlöcher im Wald zum ersten Test erwiesen sich als nicht so dramatisch wie man es sonst hier gewohnt ist und auch die Dahle meinte es gut mit uns, denn der Wasserstand war eher niedrig und sie hatte kaum Strömung. Das war gut für die Anspannung, denn davor macht man sich schon immer Gedanken was auf einen zukommt oder was sich der Verein neues ausgedacht hat. Der Cross-Test lief nicht schlecht, aber meine hintere Bremse hatte sich verabschiedet und so musste ich ab der Hälfte ohne fahren, was natürlich auf dem Acker im zweiten Test auch zu Zeitverlusten führte und so fand ich mich zunächst auf dem 4. Platz wieder. An der ersten ZK konnte ich die Bremse reparieren und im folgenden Extremtest eine gute Zeit fahren um nach der ersten kompletten Runde mit ca. 10 Sekunden Vorsprung auf 3. Platz zu liegen.

In der 2. Runde auf dem Cross-Test ist mir die Maschine dann auf einer rutschigen Brücke, die ich zu motiviert angefahren habe, weggerutscht und hat sich im Flatterband und dem Geländer verkeilt. Das hat im Enddefekt so viel Zeit gekostet, dass auch die letzte gute Zeit im Extrem-Test nicht mehr gereicht hat und ich den 3. Platz um 8 Sekunden verpasst habe.

Aber so ist es eben…die Runde, und vor allem die Tests haben echt viel Spaß gebracht und die Saison ist noch lang. Jetzt geht es in dieser Serie erst einmal in die Sommerpause, weil die Felder bestellt sind und es bis August nicht möglich ist Rundenlängen von bis zu 80 Kilometern zu ermöglichen. Wir werden aber sicherlich diverse Läufe oder Mehrstundenenduros fahren, von denen ich berichten kann.

Vielen Dank an dieser Stelle noch an Mandy Paulawitz für die schönen Bilder.

Bis dann # 961

Sabrina

1. Lauf DEM 2015 in Uelsen

Nach einem Jahr Pause habe ich mir in diesem Jahr zum Ziel gesetzt, alle Läufe zum Deutschen Enduro Damen Pokal zu bestreiten. Traditionell wird der erste Lauf hierzu in Uelsen nahe der niederländischen Grenze ausgetragen und somit in eher sandigem Gelände. Neu ist seit letztem Jahr, dass dieser als 2-Tage Fahrt angemeldet ist und an beiden Tagen 3 Runden mit je ca. 65 Kilometern Etappe und 2 Sonderprüfungen gefahren werden müssen.

Am Freitag stand somit zuerst das Ablaufen der Prüfungen und die Abnahme der Papiere und des Motorrades an, was dank der perfekten Vorbereitung durch Christoph kein Problem war :-).

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Samstag um 10:00 Uhr ging es dann für Maria, Heike und mich in die erste Runde, da immer 3 Fahrer innerhalb einer Minute starten. Maschine an…Licht an…damit man nicht auf den ersten Metern schon Strafsekunden bekommt, und ab ins Gelände. Auf der ersten Runde fehlte mir das Gefühl für den Boden noch sehr, was sich auch sofort in den Zeiten wiederspiegelte und ich mich mit reichlich Abstand auf dem 5. Platz einsortieren musste. Im Laufe des Tages fand ich allerdings immer mehr Vertrauen zu der Strecke und auch die anderen Mädels machen den einen oder anderen Fehler in den Prüfungen, sodass ich den ersten Fahrtag mit einem knappen Vorsprung auf dem 3. Platz beenden konnte. Zufrieden aber ziemlich fertig machte ich mich dann auf Wunsch eines Einzelnen :-) wieder auf den Weg um die Prüfungen noch einmal abzulaufen und Alternativspuren für Sonntag zu suchen, was bei der zerfahrenen Sandstrecke auch wirklich Sinn gemacht hat.

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Sonntag ging es für uns schon um 09:00 Uhr auf die Piste, weil alle Teilenehmer abends noch eine teilweise sehr lange Heimreise anzutreten hatten. Das bodenlose Schlammloch auf der Etappe wurde für diesen Tag herausgenommen, damit das Rennen nicht bereits hier, wie bereits am Vortag für einige Fahrer, entschieden wird. Durch die hohe Anzahl von über 300 Startern war die Strecke bereits so in Mitleidenschaft gezogen, das ich nach 2 Runden sehr sehr gerne dem Helm abgenommen hätte. Aber deshalb heißt es ja auch Enduro … Vor der letzten Prüfung hatte ich über den ganzen Tag lediglich einen Vorsprung von 6 Sekunden auf die Nächstplatzierte Jessika Zimmermann. Ich konnte mich trotz dieser verständlichen Anspannung gut konzentrieren und habe auf dem 13 Minuten !!! langen Test keine kapitalen Fehler gemacht, den Vorsprung ausgebaut und den Tag und die Veranstaltung wieder als 3. abgeschlossen. Falls jemand von der MSG im Laufe der Saison Lust hat, auch einmal an einem klassischen Endurorennen teilzunehmen, kann er sich bei Fragen zum Ablauf etc. gerne bei uns melden.

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Abschließend noch ein großes Dankeschön an alle Leute vom Team Hoope Park, die mich an der Zeitkontrolle, den Tests und im Fahrerlager immer super unterstützt haben, soweit sie durften. Und natürlich an PeeWee, der mir eine einmalige Sitzbank gebaut hat, die bestimmt am Sonntag den kleinen entscheidenden Vorsprung rausgeholt hat… :-)

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Kommende Woche geht es nach Dahlen in der Nähe von Leipzig. Die Strecke ist bekannt für seine zeitlich knapp bemessene und anspruchsvolle Etappe incl. einer kleinen Flussdurchfahrt und reichlich Schlamm.

 

Bis dahin

Sabrina #961

 

 

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Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung von Jörn Schneider (www.offroadpics-nrw.de)

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