Was ist Moto Cross?

Vielleicht begann es mit Crosscountry! .............. Über den Ursprung von Moto-Cross ist nur vage etwas bekannt. Es gibt die verschiedensten Auffassungen dazu, und manches davon gehört wohl in den Bereich der Legende. Sicher ist: Die Anfänge datieren aus den Jahren zwischen 1918 und 1925.

Englische Soldaten tobten sich mit ihren Motorrädern beim Crosscountry (Querfeldeinrennen) im Gelände aus, und in Deutschland waren beispielsweise Berliner Motorradsportler auf der Halbinsel Schildhorn mit urwüchsigen Cross-Veranstaltungen zu Gange. International gewann Moto-Cross erst nach dem zweiten Weltkrieg an Bedeutung. Seit 1957 gibt es eine Einzel-Weltmeisterschaft, die derzeit in den Klassen bis 125, 250 und 500 ccm Hubraum sowie in der Gespann-Kategorie gefahren wird.

Zudem wird eine Mannschaftsweltmeisterschaft („Moto-Cross der Nationen“) ausgetragen. Noch relativ jung sind hingegen Stadion- und Hallen-Moto-Cross-Wettbewerbe, die einen ganz speziellen Reiz haben. Seit 1988 läuft auch eine Junioren-Europameisterschaft (bis 21 Jahren). Im Gegensatz zum Endurosport ist beim Moto-Cross der richtige Wettkampfeinstieg schon in der Jugendklasse möglich – mit dem Mindestalter von 12 Jahren und einem Krad bis 80 ccm Hubraum. Was natürlich günstig ist, denn auf diese Art und Weise können die jüngsten Cross-Eleven bereits frühzeitig Fahrsicherheit trainieren und das Gefühl fürs Gelände bekommen. Bei den Junioren (ab 16 Jahren) sind dann Maschinen bis 125 ccm Hubraum gestattet. Im nationalen Meisterschafts-Seniorenbereich (im Normalfall ab 18 Jahren) wird in den Klassen bis 125, 250 und 500 ccm Hubraum um den Titel gekämpft. Außerdem laufen hier ebenfalls die Wettbewerbe für Motorräder mit Seitenwagen. Noch ein interessanter Tipp für Moto-Cross-Anfänger: Neben den Titelkämpfen werden von den Motorsport-Clubs auch Serien-Moto-Cross-Veranstaltungen für junge Zweirad-Fans organisiert. Dort kann man erst einmal ohne großen Aufwand mit handelsüblichen Mokicks und Motorrädern starten. Garantiert ist dabei nicht nur ein zünftiger Zweirad-Spaß im Gelände, sondern auch ein hervorragendes Training der individuellen Lenkkünste. Einleuchtend: Die verbesserten Fahrfertigkeiten bringen für jeden Akteur ein deutliches Plus an Verkehrssicherheit.

„Moto-Cross ist ein Geschwindigkeitswettbewerb im Gelände, der auf einem abgesteckten Rundkurs durchgeführt wird. Die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit darf 50 km/h nicht überschreiten.“ Dies ist eine Kurzdefinition für ein aufregendes, knallhartes, ja geradezu wildes Geschehen, dass in der Gunst der Zweirad-Enthusiasten ganz oben steht. Moto-Cross ist quasi ein Geländerennen. Der schnellste gewinnt. Natürlich lässt sich Moto-Cross auch gefühlsbetonter beschreiben. „Das ist Vollgas-Artistik pur“, hat mal jemand gesagt. Artistik, die in jeder Sekunde anders aussieht. Denn das ist die Tücke des Tuns: Der richtige Strich, der fast nie der Ideallinie eines Straßenfahrers entspricht, ist das verschlüsselte Geheimnis einer jeden Geländepiste. Schlussfolgerung: Wichtig sind die Pferdestärken unter der Sitzbank, aber noch wichtiger ist der Stil, mit dem sie beherrscht werden. Der Stil, an dem die Fans ihre Idole auch dann noch auf Anhieb erkennen, wenn sich die Startnummern unter Dreck und Schlamm nur noch ahnen lassen. Was kann der Fahrer unterwegs auf der Strecke alles erwarten? Es gibt die unterschiedlichsten Geländeböden, steile Auf- und Abfahrten, viele knifflige Kurven, hinterhältige Sprunghügel und unter Umständen auch Wasser und Schlamm. Da ist Sattelfestigkeit gefragt! Über eine halbe Stunde lang. Die Runden scheinen immer länger zu werden, die Arme auch. Zwischen den Zähnen knirscht der Sand. Und wie sind die Regeln? Die Wettkampfstrecke ist ein geschlossener Rundkurs zwischen 1500 und 4000 Meter Länge. Der Start erfolgt als Massen-Start (!) mit laufendem Motor an einer sogenannten Startmaschine. Das ist eine abklappbares Stahlrohrgitter, das schräg vor dem auf ihren Motorrädern sitzenden, nebeneinander aufgereihten Fahrern steht und mit dem Startzeichen zu Boden fällt und damit den Weg freigibt. Wichtig: Die Startposition richtet sich nach den im Training erzielten Zeiten. Alle Moto-Cross-Wettbewerbe bestehen aus zwei getrennten Rennen. Dauer: jeweils 40 Minuten (national teilweise nur 30 Minuten) plus zwei Runden. Sieger ist jeweils der Fahrer, der als erster die Ziellinie überquert. Die folgenden Akteure werden nach ihm mit der schwarz-weiß-karierten Flagge abgewinkt. Die Punktverteilung: 1 Punkt für den Ersten, 2 Punkte für den Zweiten, 3 Punkte für den Dritten usw.! Für die Veranstaltungswertung werden die Punkte aus beiden Rennen addiert. Der Fahrer mit der geringsten Punktzahl ist Sieger. Während des Rennens ist jegliche Hilfe auf der Strecke verboten. Technische Hilfeleistungen sind – durch die Mechaniker – nur an den gekennzeichneten Boxen möglich. Natürlich kann der Fahrer unterwegs mit dem mitgeführten Bordwerkzeug notwendige Reparaturen selbst durchführen. Auch in Sachen Moto-Cross sind noch einige Bemerkungen zu den modernen Wettbewerbsmaschinen angebracht. Was sind ihre Merkmale? Die Motoren der Cross-Maschinen sind betont kraftvoll ausgelegt, und zwar über ein breites Drehzahlband. Sie garantieren sowohl viel „Druck von unten“ als auch Leistungsreserven im oberen Drehzahlbereich – moderne Steuerungssysteme machen es möglich. Hinzu kommt raffinierte Federungstechnik, die für den besten Bodenkontakt sorgt. Bei den Spitzenkrädern sind Leistung, Handling und Bedienbarkeit so gegeneinander ausgewogen, dass ein effektives Tempo auch bei unter-schiedlichen Streckenführungen möglich ist.

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